Power and Free Systeme bieten innerhalb der automatischen Fördertechnik besonders viel Flexibilität. Während einfache Fördersysteme meist einen festen Ablauf vorgeben, können Werkstücke bei Power and Free gezielt gestoppt, gepuffert, überholt oder in unterschiedliche Anlagenbereiche geführt werden. Dadurch eignet sich dieses System besonders für komplexere Durchlaufanlagen, wechselnde Bauteile und unterschiedliche Prozesszeiten.
Ein großer Vorteil liegt darin, dass einzelne Werkstücke unabhängig voneinander bewegt werden können. Dadurch lassen sich zum Beispiel Wartebereiche, Bearbeitungsstationen, Qualitätskontrollen oder unterschiedliche Beschichtungswege besser in den Anlagenablauf integrieren. Gleichzeitig kann die Anlage flexibler auf verschiedene Bauteile und Produktionsanforderungen reagieren.
Kettenförderer oder Power and Free?
Für einen kontinuierlichen Ablauf mit festgelegter Wegeführung wird ein Kettenförderer betrachtet. Wenn Werkstücke angehalten, gepuffert oder unterschiedlichen Bereichen zugeordnet werden sollen, wird ein Power-and-Free-Konzept geprüft. Die Auswahl erfolgt anhand der benötigten Prozesszeiten, Transportwege und Produktionssteuerung.
Welche Daten bestimmen das Fördersystem?
- Transportlast: Gewicht und Abmessungen der Bauteile sowie Warenträger, Aufhängungen und Beladung.
- Produktion: gewünschte Mengen, Schichtbetrieb, Teilevielfalt und Fördergeschwindigkeit beziehungsweise Takt.
- Stationen: Be- und Entladung, Bearbeitungszeiten, Pufferbereiche und Übergaben.
- Hallenlayout: Fläche, Höhe, Zugänge und geplante Erweiterungen.
Fördertechnik im realisierten Anlagenablauf
Die Berichte zu Dresel: automatische FLEX-i-COAT-Anlage und Henke: Beschichtungsanlage auf begrenzter Fläche zeigen, wie Werkstücktransport und Prozessstationen in einer konkreten Anlage zusammenwirken.
Passende Module: nasschemische Vorbehandlung, Durchlaufpulverkabine sowie Trocknung und Einbrennen. Fördertechnik für Ihre Durchlaufanlage anfragen.